JAZZSTUDIE 2022

Digitale Präsentation der Jazzstudie 2022
>>> Paneldiskussion und Pressegespräch <<<
Donnerstag, 1. Dezember, 14–16 Uhr
 
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Am Donnerstag den 1. Dezember 2022 wird die Jazzstudie 2022 veröffentlicht und hier als PDF zum Download zur Verfügung stehen.

Zur Präsentation der Ergebnisse laden wir am 1. Dezember 14 bis 16 Uhr Interessierte sowie die Presse zu einer digitalen Veranstaltung mit Paneldiskussion und anschließendem Pressegespräch ein.

 

Der Link zu der Veranstaltung wird nach der Anmeldung zugeschickt.

Ablauf

Begrüßung und Präsentation

  • Jakob Fraisse, Leiter Bildung und Forschung bei der Deutschen Jazzunion

  • Dr. Bettina Bohle, Leitung House of Jazz – Zentrum für Jazz und Improvisierte Musik 


Über die Ergebnisse der Jazzstudie 2022 diskutieren:

  • Prof. Dieter Gorny, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Initiative Musik

  • Erhard Grundl, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, u.a. Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien

  • Anikó Glogowski-Merten, MdB, FDP, u.a. Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien

  • Helge Lindh, MdB, SPD, u.a. Obmann im Ausschuss für Kultur und Medien

  • Johanna Schneider, Vorstand der Deutschen Jazzunion

  • Gabriele Maurer, Vorstand der Deutschen Jazzunion

  • Urs Johnen, Geschäftsführer der Deutschen Jazzunion
     

  • Moderation: Camille Buscot (Leitung Kommunikation und Netzwerke, Deutsche Jazzunion)

 

Anschließend: Pressegespräch

>>> Anmeldung per E-Mail für die digitale Präsentation der Jazzstudie 2022 an veranstaltungen@deutsche-jazzunion.de

Pressekontakt: 

Camille Buscot & Nikola Mirza

presse@deutsche-jazzunion.de

 
 

Mit der Jazzstudie 2022, einer deutlich erweiterten Anschlussstudie an die Jazzstudie 2016, wollen wir dazu beitragen, ein tieferes Verständnis für die Situation von Jazzmusiker*innen in Deutschland zu entwickeln.

 

Neben der generellen Lebens- und Arbeitssituation von Jazzmusiker*innen und möglichen Veränderungen seit der letzten Erhebung stehen unter anderem die Auswirkungen der Coronapandemie auf die künstlerische und wirtschaftliche Situation sowie das persönliche Wohlbefinden im Mittelpunkt. Außerdem möchten wir die Vielfalt der Jazzszene beleuchten sowie mögliche Diskriminierungen und Privilegierungen untersuchen.

Die Befragung ist beendet.

 

Die Ergebnisse der Erhebung werden am 04. November auf der Jazz Now! in München präsentiert.

 

Hintergrund

 

Die durch das Coronavirus ausgelöste Pandemie stellt die gesundheitlichen, politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Systeme weltweit vor immense Herausforderungen. Da es in der jüngeren Geschichte keine vergleichbaren Ereignisse gab, ist die Erforschung der Pandemiefolgen in vielen Bereichen von aktuellem Interesse. Auch in der Jazzstudie 2022 untersuchen wir deshalb unter anderem, welche Auswirkungen die Coronakrise auf die Lebens- und Arbeitssituation von Jazzmusiker*innen hat.

 

Professionelle Jazzmusiker*innen sind wie viele andere Kunstschaffende in der gegenwärtigen Pandemie extremen wirtschaftlichen und sozialen Belastungen ausgesetzt. Eine Reihe von ersten Befragungen und Fachbeiträgen zeigt, dass neben den hohen Erwerbseinbußen und eingeschränkt verfügbaren Ressourcen insbesondere die mit den Tätigkeitsbeschränkungen verbundene Distanz zum Publikum und der Mangel an Spiel- und Auftrittsmöglichkeiten erhebliche psychosoziale Belastungen mit sich bringen.

 

Ein sogenannter retrospektiver Prä-Post-Vergleich, also eine Abfrage bestimmter Parameter zu einem Zeitpunkt vor der Coronakrise und zum aktuellen Zeitpunkt, soll die pandemiebedingten berufspraktischen, ökonomischen, sozialen und mentalen Veränderungen abbilden und zugleich Anhaltspunkte dafür liefern, wie die Befragten mit den Auswirkungen der Pandemie umgehen und welche Wechselwirkungen mit Faktoren psychischer Gesundheit festzustellen sind.

 

Unser Forschungsvorhaben umfasst mit einem Mixed Methods-Design quantitative und qualitative Methoden zur Datengewinnung und -auswertung. Zu den qualitativen Methoden gehören leitfadengestützte Interviews und Gruppendiskussionen, der quantitative Teil besteht im Kern aus einer großflächigen Befragung, die nach Möglichkeit im Laufe von zwei Jahren zumindest in Teilen wiederholt werden soll.

 

In dieser Erhebung mit quer- und längsschnittlicher Auswertung werden unter vielen anderen Aspekten mittels Fragebögen und Messinstrumenten wie der Sense of Coherence-Scale und dem Patient Health Questionnaire Daten zur psychischen Gesundheit erfasst. Diesen Fragenblock haben wir in Kooperation mit der Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen erarbeitet. 

 

Ziel ist zunächst eine Abbildung der Situation – im Rahmen der Datenauswertung können dann aber auch erste Parameter entwickelt werden, anhand derer untersucht werden soll, ob die Befähigung zur Jazzimprovisation Schutzfaktor und Ressource für Gesundheit sein kann.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Jazzstudie 2022 ist die Gewinnung von Daten, anhand derer der Status quo von Gleichberechtigung und strukturelle Benachteiligungen besser verstanden und transparent gemacht werden kann. Der entsprechende Fragenblock zu Herkunft und Identität wurde in enger Zusammenarbeit mit der AG Gender & Diversity der Deutschen Jazzunion erarbeitet.  

Die Jazzstudie 2022 wird im Rahmen des Projekts "Insight Out" von der Initiative Musik gGmbH aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

 

 
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