JAZZSTUDIE 2022

Jazzmusiker*innen im Fokus –
>>>Jetzt an der Umfrage teilnehmen!<<<
Herzlich willkommen zur Jazzstudie 2022!
 

Mit der Jazzstudie 2022, einer deutlich erweiterten Anschlussstudie an die Jazzstudie 2016, wollen wir dazu beitragen, ein tieferes Verständnis für die Situation von Jazzmusiker*innen in Deutschland zu entwickeln.

 

Neben der generellen Lebens- und Arbeitssituation von Jazzmusiker*innen und möglichen Veränderungen seit der letzten Erhebung stehen unter anderem die Auswirkungen der Coronapandemie auf die künstlerische und wirtschaftliche Situation sowie das persönliche Wohlbefinden im Mittelpunkt. Außerdem möchten wir die Vielfalt der Jazzszene beleuchten sowie mögliche Diskriminierungen und Privilegierungen untersuchen.

 

Zeitbedarf: Je nach Ausführlichkeit der Antworten sollte die Umfrage 30–60 Minuten in Anspruch nehmen. Wir empfehlen, die Unterlagen zur Einkommenssituation der letzten drei Jahre sowie zu den in den letzten fünf Jahren erhaltenen Fördermitteln zurechtzulegen.

 

Mitmachen und gewinnen: Unter allen Teilnehmer*innen verlosen wir zehn Abonnements von Jazz Podium (E-Paper/digitales Archiv) im Wert von je 42 Euro, drei Beratungsgutscheine von KREACON im Wert von je 95 Euro sowie einen Einkaufsgutschein der Generalagentur Jörg Fallmann/Mannheimer Versicherung im Wert von 50 Euro. Herzlichen Dank dafür an unsere Unterstützer*innen! Zur Teilnahme an der Verlosung senden Sie nach Abschluss der Befragung eine E-Mail an die auf der letzten Seite angegebene Adresse. Ein Zusammenhang zwischen E-Mail-Adresse und Fragebogen kann von uns nicht hergestellt werden.

 

Kontakt: Sollten Sie vor, während oder nach der Bearbeitung des Fragebogens Fragen an uns haben, so erreichen Sie uns gerne telefonisch in der Geschäftsstelle der Deutschen Jazzunion unter +40 30 536 77 145 oder per Mail unter post@deutsche-jazzunion.de.

 

>>> Hier geht’s zur Befragung

 

Hintergrund

 

Die durch das Coronavirus ausgelöste Pandemie stellt die gesundheitlichen, politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Systeme weltweit vor immense Herausforderungen. Da es in der jüngeren Geschichte keine vergleichbaren Ereignisse gab, ist die Erforschung der Pandemiefolgen in vielen Bereichen von aktuellem Interesse. Auch in der Jazzstudie 2022 untersuchen wir deshalb unter anderem, welche Auswirkungen die Coronakrise auf die Lebens- und Arbeitssituation von Jazzmusiker*innen hat.

 

Professionelle Jazzmusiker*innen sind wie viele andere Kunstschaffende in der gegenwärtigen Pandemie extremen wirtschaftlichen und sozialen Belastungen ausgesetzt. Eine Reihe von ersten Befragungen und Fachbeiträgen zeigt, dass neben den hohen Erwerbseinbußen und eingeschränkt verfügbaren Ressourcen insbesondere die mit den Tätigkeitsbeschränkungen verbundene Distanz zum Publikum und der Mangel an Spiel- und Auftrittsmöglichkeiten erhebliche psychosoziale Belastungen mit sich bringen.

 

Ein sogenannter retrospektiver Prä-Post-Vergleich, also eine Abfrage bestimmter Parameter zu einem Zeitpunkt vor der Coronakrise und zum aktuellen Zeitpunkt, soll die pandemiebedingten berufspraktischen, ökonomischen, sozialen und mentalen Veränderungen abbilden und zugleich Anhaltspunkte dafür liefern, wie die Befragten mit den Auswirkungen der Pandemie umgehen und welche Wechselwirkungen mit Faktoren psychischer Gesundheit festzustellen sind.

 

Unser Forschungsvorhaben umfasst mit einem Mixed Methods-Design quantitative und qualitative Methoden zur Datengewinnung und -auswertung. Zu den qualitativen Methoden gehören leitfadengestützte Interviews und Gruppendiskussionen, der quantitative Teil besteht im Kern aus einer großflächigen Befragung, die nach Möglichkeit im Laufe von zwei Jahren zumindest in Teilen wiederholt werden soll.

 

In dieser Erhebung mit quer- und längsschnittlicher Auswertung werden unter vielen anderen Aspekten mittels Fragebögen und Messinstrumenten wie der Sense of Coherence-Scale und dem Patient Health Questionnaire Daten zur psychischen Gesundheit erfasst. Diesen Fragenblock haben wir in Kooperation mit der Gesellschaft für Qualität im Gesundheitswesen erarbeitet. 

 

Ziel ist zunächst eine Abbildung der Situation – im Rahmen der Datenauswertung können dann aber auch erste Parameter entwickelt werden, anhand derer untersucht werden soll, ob die Befähigung zur Jazzimprovisation Schutzfaktor und Ressource für Gesundheit sein kann.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Jazzstudie 2022 ist die Gewinnung von Daten, anhand derer der Status quo von Gleichberechtigung und strukturelle Benachteiligungen besser verstanden und transparent gemacht werden kann. Der entsprechende Fragenblock zu Herkunft und Identität wurde in enger Zusammenarbeit mit der AG Gender & Diversity der Deutschen Jazzunion erarbeitet.  

Die Jazzstudie 2022 wird im Rahmen des Projekts "Insight Out" von der Initiative Musik gGmbH aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

 

 
 
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